Zenjob: Vom „Airbnb für Arbeit” zur Plattform

„Digitale Vorreiter:innen” ist der Digitalisierungspodcast von Vodafone Business. Host Christoph Burseg spricht dort jede Woche mit Menschen, die die digitale Transformation in ihren Branchen vorantreiben. In der aktuellen Folge ist unser CEO Fritz Trott zu Gast.

Am Anfang von Zenjob stand eine einfache Frage. Wenn es Apps für Übernachtungen, Mobilität, Essen gibt, warum dann nicht für Arbeit? Nicht als reine Jobbörse, auf dem Stellen ausgeschrieben werden, sondern viel transaktionaler. Unternehmen müssen keine Bewerbungen sichten, sie erhalten direkten Zugriff auf Mitarbeitende.

Aus dieser Idee ist über zehn Jahre eine Plattform geworden, auf der Betriebe im Einzelhandel, in der Logistik, in der Gastronomie und vielen weiteren Branchen Schichten auf Knopfdruck besetzen, teils noch für denselben Tag. Wie verlässlich das gelingt, misst Zenjob per eigener Fulfillment Rate, die zentrale Kennzahl des Geschäfts.

Person analysiert Statistiken

Warum Zeitarbeit einen zweiten Blick verdient

Zeitarbeit hat in Deutschland einen schlechten Ruf. Fritz widerspricht dem im Podcast deutlich. Die Branche zählt Hunderttausende Beschäftigte und ist damit ein wesentlicher Teil der Wirtschaft. Sichtbar ist sie selten. Es sind die Menschen, die nachts die LKW fahren, an den Fließbändern stehen oder Krankenhäuser reinigen.

Das eigentliche Problem liegt für ihn woanders. Viele Anbieter haben die Digitalisierung verschlafen, Prozesse sind langsam, Verwaltung und Bürokratie treiben die Kosten. Gleichzeitig sind die Erwartungen an Flexibilität, Qualität und Fairness heute völlig andere als vor zwanzig oder dreißig Jahren. Genau darin lag für Zenjob die Chance. Transparenz, Geschwindigkeit und Qualität über Technologie, dazu eine Bezahlung über dem Mindestlohn und Trainings für die Aushilfen, aka “Zenjobber”.

Im Kern des Geschäftsmodells geht es vor allem um Vorhersehbarkeit. Aus zehn Jahren Daten über Branchen und Jobtypen entstehen Prognosemodelle, die Schichtbedarfe nicht nur vorhersagen, sondern auch passend besetzen. Fritz Trott bringt es im Gespräch auf den Punkt:

„Wenn Unternehmen immer wüssten, wann genau sie wie viel Personal bräuchten, dann bräuchten sie auch Zenjob nicht.”

Frau bucht sich talents über die Zenjob Plattform

Gen Z, KI und die Frage nach menschenwürdiger Arbeit

Zenjob arbeitet jedes Jahr mit Zehntausenden Studierenden zusammen und schaut deshalb genau hin, wenn über die Gen Z geurteilt wird. Fritz’ Eindruck deckt sich nicht mit dem Klischee der Unmotivierten. Er sieht junge Menschen mit klaren Zielen, die Geld verdienen und Erfahrung sammeln wollen. Verändert haben sich die Erwartungen an Selbstbestimmung und Anerkennung. Auffällig ist außerdem, mit wie viel Respekt diese Generation dem Thema KI begegnet und wie sehr sie die Frage beschäftigt, wie die eigene Arbeitswelt von morgen aussieht, so die jüngste Studie von Zenjob zum Arbeitsverhalten der Gen Z. 

Bei Robotik und KI plädiert Fritz Trott für Gelassenheit. Wenn Maschinen künftig Aufgaben übernehmen, die niemand gerne macht und die es seit der Industrialisierung gibt, ist das kein Verlust. Wichtiger ist die Grenze: Es wird weiterhin Arbeit geben, die von Menschen verrichtet werden sollte, aber die eben auch menschenwürdig ist. Wer mehr über digitale Zeitarbeit, den Umgang mit der Gen Z und den Einsatz von KI erfahren möchte, kann die Folge jetzt anhören.

Detaillierte Einblicke in die Erwartungen und Bedürfnisse von der Gen Z-Arbeitnehmenden im Arbeitskontext finden Sie außerdem in der Zenjob Studie zur Gen Z 2026.

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