Frauenquote an deutschen Hochschulen: Hier arbeiten die meisten Professorinnen

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Weibliche Führungskräfte

Die Gleichstellung von Frauen in Führungspositionen ist auch im Jahr 2020 noch eine der größten Herausforderungen unserer Gesellschaft. Anlässlich des Wintersemesterstarts haben wir uns gefragt, wie hoch der Anteil an Professorinnen an den größten deutschen Universitäten und Hochschulen ist. Wo es die meisten Frauen als Lehrkräfte gibt und wo noch Optimierungsbedarf besteht, seht ihr in den nachfolgenden Tabellen:

Der Frauenanteil bei den Professuren ist an der Uni Koblenz dicht gefolgt von zwei Berliner Universitäten (Freie Universität und Humboldt Universität) jeweils mit über einem Drittel am höchsten. Auf dem letzten Platz liegt in dieser Studie die Technische Hochschule Mittelhessen mit einem Anteil an 12,34% Professorinnen.

Warum ist es so wichtig, eine möglichst ausgeglichene Quote an Frauen in Universitäten zu haben? Ganz einfach, weil es wichtig ist, dass junge Mädchen und Frauen auf ihrem Bildungsweg früh Kontakt zu weiblichen Führungspersönlichkeiten haben. Es ist auch Aufgabe der Unis und Hochschulen, eine Vorbildfunktion einzunehmen und Karriereperspektiven aufzuzeigen. Eine tiefergehende Studie sollte sich zusätzlich mit der Verteilung von Professorinnen auf verschiedene Studiengänge beschäftigen. Denn auch auch hier gibt es Themengebiete, in denen sich Frauen noch immer zu wenig zutrauen.

Bei den Dekaninnen ist die Gesamtquote an Frauen mit 18,08% deutschlandweit etwas geringer, als bei den Professorinnen. Allerdings gibt es hier in absoluten Zahlen natürlich sehr viel weniger ausgeschriebene Stellen. Gleichzeitig ist der Anteil an Dekaninnen ebenso abhängig vom Anteil der Professorinnen. Umso mehr weibliche Personen eine Professor ausüben, umso mehr Möglichkeiten bestehen, sich irgendwann vom Fakultätsrat wählen zu lassen. Doch auch hier lässt sich Optimierungsbedarf erkennen. So hat die Freie Universität Berlin mit einen der höchsten Anteile an Professorinnen, jedoch keinen einzigen weiblichen Dekan. Eine tiefergehende Studie in beispielsweise die Altersstruktur wäre hier von Interesse.

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